
Die markanten Felsen rund um Beucha sind sichtbare Zeugnisse dieser vulkanischen Vergangenheit. Anders als Sand- oder Kalkstein ließ sich Porphyr nur mit großem körperlichem Aufwand bearbeiten – ein Umstand, der den Steinbruchbetrieb später berühmt, aber auch berüchtigt machte.
Beucha wurde erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vermutlich von einer Rodungssiedlung ab, was auf frühe landwirtschaftliche Nutzung hindeutet. Neben Ackerbau und Viehzucht begannen die Bewohner jedoch schon früh, den vor Ort vorhandenen Stein für Gebäude, Mauern und Wege zu nutzen.
Mit dem wachsenden Bedarf an widerstandsfähigem Baumaterial in Sachsen entwickelte sich Beucha schrittweise zu einem spezialisierten Steinmetz- und Arbeiterdorf. Über Generationen hinweg bestimmten Steinbrucharbeit, Fuhrwesen und handwerkliche Steinbearbeitung den Alltag vieler Familien.
Der Steinbruch Beucha, heute größtenteils wassergefüllt, wurde über Jahrhunderte hinweg genutzt. Besonders im 19. und frühen 20. Jahrhundert erlebte der Porphyrabbau seine Blütezeit. Beuchaer Granitporphyr wurde in ganz Sachsen und darüber hinaus verbaut – unter anderem für Bahnanlagen, Brücken, Hafenbefestigungen und repräsentative Bauwerke in Leipzig.
Die Arbeit im Steinbruch war hart, laut und gefährlich. Überlieferungen berichten von langen Arbeitstagen, schwerem Gerät und einer starken Dorfgemeinschaft, die auf gegenseitige Hilfe angewiesen war. Noch heute erzählen ältere Einwohner vom Klang der Hämmer und vom Staub, der einst über dem Ort lag.
Nach der Einstellung des aktiven Steinabbaus Mitte des 20. Jahrhunderts begann eine neue Phase in der Geschichte Beuchas. Der ehemalige Steinbruch füllte sich langsam mit Grundwasser und entwickelte sich zu einem markanten See, umgeben von steilen Felswänden und natürlicher Vegetation.
Was früher reiner Arbeitsraum war, wurde schrittweise zu einem wertvollen Natur- und Landschaftsraum. Heute gilt das Gebiet als bedeutendes geologisches Zeugnis und ist Teil des Geoparks Porphyrland. Der Steinbruch ist zudem als Nationales Geotop anerkannt – eine Auszeichnung für seine wissenschaftliche und landschaftliche Bedeutung.
Beucha hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ziel für sanften Tourismus entwickelt. Spaziergänge und Wanderungen rund um den ehemaligen Steinbruch bieten beeindruckende Ausblicke auf Wasser, Fels und Himmel. Besonders Fotografen und Naturliebhaber schätzen die wechselnden Lichtstimmungen zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten.
Offizielle Wege und Informationstafeln erklären die Geologie und Industriegeschichte anschaulich. Die Region setzt bewusst auf naturverträgliche Nutzung – ohne Massentourismus, aber mit Raum für Entdeckung und Ruhe.
Das Klima in Beucha ist gemäßigt. Die Sommer sind meist warm, aber selten extrem heiß, während die Winter kühl bis kalt ausfallen. Im Frühling erwacht die Vegetation rund um den Steinbruch besonders eindrucksvoll, während der Herbst mit bunten Laubfarben und klarer Luft punktet.
Der ehemalige Steinbruch reagiert sensibel auf Wetterwechsel: Nebel, Frost oder Spiegelungen auf der Wasseroberfläche schaffen immer neue Stimmungen, die Beucha zu einem ganzjährigen Ziel machen.
Zukünftige Planungen für Beucha konzentrieren sich vor allem auf den Erhalt des Naturraums und die behutsame Weiterentwicklung des touristischen Angebots. Themen wie Umweltbildung, Geologie zum Anfassen und regionale Naherholung stehen dabei im Vordergrund.
Der Ort bewahrt bewusst seinen ländlichen Charakter. Statt großer Bauprojekte setzt man auf Pflege bestehender Wege, Informationsangebote und die Stärkung der regionalen Identität – ganz im Sinne des „Dorfes der Steine“.
Beucha ist kein lautes Reiseziel, sondern ein Ort der Geschichte, der Geologie und der stillen Eindrücke. Der ehemalige Steinbruch erzählt von harter Arbeit, natürlicher Kraft und vom Wandel der Zeit. Wer Beucha besucht, erlebt Sachsen aus einer ursprünglichen, ehrlichen Perspektive – zwischen Fels, Wasser und jahrhundertealter Geschichte.
Mitten im Herzen des Erzgebirges, direkt am imposanten Fichtelberg, liegt das Summit of Saxony Resort Oberwiesenthal – eine moderne Urlaubsadresse, die Tradition und zeitgenössische Reiseerlebnisse vereint. Das Resort bietet ganzjährig komfortable und lichtdurchflutete Apartments mit Balkon oder Terrasse und Blick auf die umliegende Bergwelt.
Die heutige Anlage entstand durch die behutsame Revitalisierung ehemaliger Hotel- und Beherbergungsgebäude am Fichtelberg. Diese Häuser prägen den Wintersportort Oberwiesenthal bereits seit dem frühen 20. Jahrhundert. Durch umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen wurde daraus ein zeitgemäßes Resort mit Fokus auf Individualurlaub, Ruhe und Naturerlebnis.
Oberwiesenthal gilt mit rund 914 Metern über dem Meeresspiegel als die höchstgelegene Stadt Deutschlands. Das Summit of Saxony Resort befindet sich in direkter Nähe zum Fichtelberg, dem mit 1.214 Metern höchsten Berg Sachsens. Die Grenzlage zu Tschechien verleiht der Region einen besonderen kulturellen und landschaftlichen Reiz.
Dichte Fichtenwälder, sanfte Hochplateaus und weite Ausblicke prägen die Umgebung. Nicht ohne Grund sagt man hier: „Der Erzgebirgskamm zeigt dir das Wetter, bevor es kommt.“
Das Resort ist ein idealer Ausgangspunkt für einen aktiven Urlaub zu jeder Jahreszeit. Im Sommer laden gut ausgeschilderte Wanderwege, Panorama-Routen und Radstrecken rund um den Fichtelberg zu ausgedehnten Touren ein. Besonders beliebt sind Sonnenauf- und -untergänge vom Gipfel, die bei klarer Sicht bis weit ins Böhmische Becken reichen.
Ein besonderes Erlebnis ist die Fahrt mit der traditionsreichen Fichtelberg-Schwebebahn, die seit Jahrzehnten Besucher sicher auf den Gipfel bringt. Familien schätzen zudem die Sommerrodelbahn, Naturlehrpfade und die ruhigen Waldwege rund um Oberwiesenthal.
In der kalten Jahreszeit verwandelt sich Oberwiesenthal in eines der bekanntesten Wintersportzentren Sachsens. Alpine Skipisten, Langlaufloipen, Rodelhänge und Winterwanderwege befinden sich in unmittelbarer Nähe des Resorts. Dank der Höhenlage und moderner Beschneiung sind die Wintersportbedingungen meist sehr zuverlässig.
Wenn der Schnee knirscht und die Lichter der Stadt im Tal funkeln, hört man hier oft den Spruch: „Im Winter zeigt das Erzgebirge sein wahres Gesicht.“
Neben dem Fichtelberg lohnt sich ein Besuch der historischen Innenstadt von Oberwiesenthal mit ihrer klassischen Kurortarchitektur. In der näheren Umgebung finden sich weitere Highlights wie Annaberg-Buchholz mit der berühmten St. Annenkirche, kleine Bergwerksmuseen sowie traditionelle Manufakturen erzgebirgischer Holzkunst.
Auch Tagesausflüge ins benachbarte Tschechien sind problemlos möglich und eröffnen zusätzliche kulturelle Eindrücke.
Das Klima in Oberwiesenthal ist typisch für eine Hochlagenregion. Die Sommer sind angenehm kühl mit Durchschnittstemperaturen um 15 °C, während die Winter kalt und schneereich ausfallen. Durch die frische Höhenluft gilt der Ort seit jeher als staatlich anerkannter Kur- und Erholungsort.
Das Summit of Saxony Resort Oberwiesenthal verbindet moderne Unterkünfte mit einer traditionsreichen Umgebung, beeindruckender Natur und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Ob Aktivurlaub, Erholung oder Naturgenuss – hier oben im Erzgebirge finden Besucher zu jeder Jahreszeit einen Ort zum Durchatmen.
Die Sankt Annenkirche in Annaberg-Buchholz gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Sachsens und ist ein architektonisches Juwel spätgotischer Baukunst. Als größte Hallenkirche dieser Epoche in Sachsen prägt sie das Stadtbild und ist weithin sichtbar – ein Muss für jeden Besucher der Erzgebirgsregion.
Ihr Bau begann 1499, nur drei Jahre nach der Stadtgründung, und dauerte bis etwa 1525. Der wirtschaftliche Aufschwung durch reiche Silberfunde am nahegelegenen Schreckenberg war der Grundstein für dieses beeindruckende Gotteshaus.
Drei bedeutende Baumeister – darunter Konrad Pflüger, Peter Ullrich und Jacob Haylmann – vereinten Gotik und frühe Renaissance zu einer harmonischen Architektursprache. Besonders bemerkenswert ist das filigrane Schlingrippengewölbe, das den Innenraum mit fast 100 künstlerischen Reliefs schmückt.
Ursprünglich als katholisches Gotteshaus errichtet, wurde die Kirche 1539 evangelisch-lutherisch. Viele kunsthistorisch bedeutende Elemente, wie der Bergaltar von 1521, Teile der Emporenreliefs und die “Schöne Tür” aus dem 16. Jahrhundert, sind noch heute zu bewundern.
Der 78,6 Meter hohe Turm ist nicht nur weithin sichtbar, sondern auch ein wahrer Besuchermagnet. Seit rund 500 Jahren ist der Kirchturm sogar bewohnt – heute von der Familie Melzer, die Besucher empfängt und die Glocken läutet. Vom Aussichtspunkt in rund 42 Metern Höhe eröffnet sich ein atemberaubender Blick über die Stadt, hinein in das wildromantische Erzgebirge.
Der Turm ist von Mai bis Oktober und an den Adventswochenenden geöffnet – ein Tipp für jeden, der Annaberg-Buchholz aus der Vogelperspektive erleben möchte.
Die St. Annenkirche ist weit mehr als eine Kirche: Sie ist kultureller Mittelpunkt und touristischer Magnet zugleich. Täglich offen für Besucher (meist 11–17 Uhr, mit saisonalen Sonderzeiten), laden Führungen durch das sakrale Bauwerk ein, oft mit spannenden Geschichten über Bergbau, Kunst und Glauben.
Musikliebhaber kommen auf ihre Kosten: Die große Walcker-Orgel aus dem 19. Jahrhundert begeistert jährlich zahlreiche Konzertbesucher und Gottesdienstteilnehmer gleichermaßen.
Ein Spaziergang durch die historische Altstadt, verbunden mit einem Besuch des benachbarten Erzgebirgsmuseums mit Besucherbergwerk “Im Gößner”, macht jeden Aufenthalt perfekt. Auch der Dorothea-Stolln in Cunersdorf bietet faszinierende Einblicke in die Bergbaugeschichte der Region.
Annaberg-Buchholz liegt rund 600 Meter über dem Meeresspiegel im Erzgebirge und bietet ein gemäßigtes, aber abwechslungsreiches Klima. Die Sommer sind mild mit Durchschnittstemperaturen um 17–21 °C, wohingegen die Winter kalt und häufig schneereich sind.
Typisch für das Gebirge sind regelmäßige Niederschläge über das Jahr verteilt – ideale Bedingungen für grüne Wanderwege im Frühling und Herbst, während im Winter Besucher die verschneite Landschaft und Winterwanderwege genießen können.
Im Sommer locken Wanderungen rund um den Pöhlberg (832 m) und der Blick vom Fichtelberg, dem höchsten Berg Sachsens, zu erlebnisreichen Tagen im Freien. Winterurlauber schätzen die Region als lohnenswertes Ziel für Langlauf, Rodeln und den Weihnachtsmarkt, der die traditionelle erzgebirgische Handwerkskunst ins rechte Licht setzt.
In Annaberg-Buchholz hört man in der Adventszeit oft den Ausdruck „Neinerlaa“ – ein liebevoller Begriff für ein traditionelles Gericht mit neun verschiedenen Zutaten, das die Vielfalt erzgebirgischer Küche widerspiegelt und Wanderer nach einem Turmbesuch oder Winterspaziergang wieder „auf Touren“ bringt.
Besonders zur Bergparade in der Weihnachtszeit versammeln sich Menschen in Trachten und Bergmannsuniformen, um das berühmte Steigerlied zu singen – ein Erlebnis aus Tradition und Gemeinschaft, das tief im Herzen des Erzgebirges verwurzelt ist.
Die Sankt Annenkirche ist weit mehr als ein historisches Bauwerk: Sie ist lebendige Geschichte, spiritueller Ort, touristisches Highlight und Ausgangspunkt für Erkundungen durch die Erzgebirgslandschaft. Ob Architekturliebhaber, Kulturinteressierter oder Wanderfreund – dieser Schatz Sachsens begeistert zu jeder Jahreszeit.
Willkommen in Zeitz, einer Stadt mit über tausendjähriger Geschichte im Süden Sachsen-Anhalts. Gelegen an der Weißen Elster, verbindet Zeitz kulturelles Erbe mit landschaftlicher Schönheit und bietet Besuchern ganzjährig vielfältige Erlebnisse.
Zeitz befindet sich im Burgenlandkreis, eingebettet in das Saale-Unstrut-Gebiet. Das gemäßigte Klima zeichnet sich durch warme Sommer mit durchschnittlichen Temperaturen von 18,9 °C im Juli und kühle Winter mit Durchschnittstemperaturen um 0,5 °C im Januar aus. Die Region erhält jährlich etwa 700 mm Niederschlag, was sie ideal für den Weinbau macht.
Die Geschichte von Zeitz reicht bis ins Jahr 967 zurück. 968 wurde das Bistum Zeitz gegründet, und der Dom St. Peter und Paul zeugt noch heute von dieser Zeit. Im 17. Jahrhundert entstand das barocke Schloss Moritzburg, das als Residenz der Herzöge von Sachsen-Zeitz diente.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Zeitz zu einem industriellen Zentrum. Die Stadt wurde bekannt für Klavier-, Holzwaren- und insbesondere Kinderwagenproduktion. Ernst Albert Näther begann 1846 mit der Herstellung von Kinderwagen, was Zeitz den Beinamen `Stadt der Kinderwagen` einbrachte.
Zeitz bietet das ganze Jahr über kulturelle Veranstaltungen:
In der näheren Umgebung von Zeitz befinden sich weitere Attraktionen:
Eine lokale Redewendung lautet: `In Zeitz, da rollt der Kinderwagen von allein.` Dies spielt auf die lange Tradition der Kinderwagenproduktion an. Zudem war Zeitz die erste Stadt in Deutschland mit einer Drahtseilbahn, die die Unter- mit der Oberstadt verband – ein technisches Wunderwerk ihrer Zeit.
Zeitz ist eine Stadt, die Geschichte, Kultur und Natur harmonisch vereint. Ob bei einem Spaziergang durch die Altstadt, einer Führung im Unterirdischen Zeitz oder einer Radtour entlang der Weißen Elster – Besucher erleben hier lebendige Geschichte und herzliche Gastfreundschaft.
Der Kirchbruch und die Bergkirche im sächsischen Beucha bilden ein eindrucksvolles Ensemble aus Naturdenkmal, Technikgeschichte und gelebter Ortsgeschichte. Beucha liegt östlich von Leipzig im Landkreis Leipzig und ist heute ein Ortsteil der Stadt Brandis. Die Region gehört landschaftlich zum Übergangsbereich zwischen dem Leipziger Tieflandsbecken und dem hügeligen Muldenland, was ihr einen ganz eigenen, sanften Charakter verleiht.
Der Kirchbruch ist ein ehemaliger Porphyrsteinbruch, der über viele Jahrzehnte das Ortsbild und das Leben der Menschen in Beucha prägte. Der hier gewonnene Beuchaer Granitporphyr wurde für zahlreiche Bauwerke in Sachsen verwendet. Besonders bekannt ist seine Nutzung beim Bau des Völkerschlachtdenkmals in Leipzig, dessen markante Struktur ohne das widerstandsfähige Gestein aus Beucha kaum denkbar wäre.
Nach der Einstellung des Abbaus füllte sich der Steinbruch mit Grund- und Regenwasser. Heute ist der Kirchbruch ein tief eingeschnittener, türkis schimmernder See mit steilen Felswänden – ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, wie sich industrielle Landschaften in wertvolle Lebensräume verwandeln können. Das Gebiet steht unter Schutz und ist ein bedeutender Rückzugsort für Vögel, Amphibien und seltene Pflanzen. Baden ist nicht erlaubt, doch der Blick von den umliegenden Wegen gehört zu den eindrucksvollsten Fotomotiven der Region.
Hoch über dem Kirchbruch erhebt sich die Bergkirche Beucha, die dem heiligen Kilian geweiht ist. Sie gilt als eines der ältesten Bauwerke der Umgebung. Ihre exponierte Lage auf dem Kirchberg lässt vermuten, dass dieser Ort schon früh eine kultische oder strategische Bedeutung hatte. Überlieferungen deuten darauf hin, dass der Hügel bereits vorchristlich genutzt wurde, bevor hier eine Kirche errichtet wurde.
Die Bergkirche war nicht nur Gotteshaus, sondern über Jahrhunderte auch Orientierungspunkt für Reisende und Bauern in der umliegenden Landschaft. Von hier aus reicht der Blick bei klarer Sicht weit über das Umland bis in Richtung Leipzig. Noch heute sagen Einheimische schmunzelnd: „Wenn de von der Bergkirch aus Leipzig siehst, wird’s Wetter halten.“
Beucha liegt auf etwa 160 Metern über dem Meeresspiegel. Das Klima ist gemäßigt mit kontinentalen Einflüssen. Die Sommer sind meist warm, aber selten extrem heiß, während die Winter vergleichsweise mild ausfallen. Niederschläge verteilen sich relativ gleichmäßig über das Jahr. Besonders reizvoll zeigt sich der Kirchbruch im Frühling, wenn frisches Grün die Felsränder säumt, und im Herbst, wenn sich das Laub in warmen Farben im Wasser spiegelt.
Der Kirchbruch und die Bergkirche sind beliebte Ziele für Wanderer, Radfahrer und Naturfreunde. Mehrere gut ausgebaute Wege verbinden Beucha mit Brandis und den umliegenden Ortschaften. Im Sommer locken schattige Pfade und Aussichtspunkte, während der Winter – bei Frost oder leichtem Schnee – eine fast mystische Stimmung über den See legt.
Fotografen schätzen das wechselnde Lichtspiel auf der Wasseroberfläche, besonders in den frühen Morgenstunden. Auch Webcam-Aufnahmen profitieren von der außergewöhnlichen Kombination aus Fels, Wasser und Himmel, die sich je nach Wetterlage ständig verändert.
In der näheren Umgebung laden weitere Ziele zu Entdeckungstouren ein. Die Stadt Brandis mit ihrem historischen Stadtkern liegt nur wenige Minuten entfernt. Leipzig mit seinen Museen, Parks und kulturellen Angeboten ist schnell erreichbar. Ebenfalls lohnenswert sind Ausflüge ins Muldental oder zum nahegelegenen Naunhofer Forst, der besonders bei Familien und Naturfreunden beliebt ist.
Ältere Beuchaer erzählen noch heute von der harten Arbeit im Steinbruch und davon, wie der Klang der Sprengungen zum Alltag gehörte. Für viele Familien war der Porphyrabbau über Generationen hinweg Lebensgrundlage. Dass aus diesem Ort der Arbeit heute ein stilles Naturdenkmal geworden ist, erfüllt viele mit Stolz – ganz nach dem sächsischen Motto: „Nu gugge ma, aus harter Arbeit wird ooch ma was Schönes.“
Der Kirchbruch und die Bergkirche Beucha stehen exemplarisch für den Wandel einer Region. Sie verbinden Geologie, Geschichte, Glauben und Natur auf engem Raum und machen Beucha zu einem besonderen Ort für Besucher wie Einheimische. Wer hier verweilt, spürt schnell: Dies ist kein gewöhnlicher See, sondern ein Platz voller Geschichten, Ausblicke und stiller Eindrücke.
carpetprowash