
Die Place de la Liberté ist einer der zentralen und lebendigsten Plätze der westfranzösischen Hafenstadt Brest in der Region Bretagne. Als wichtiger Verkehrsknotenpunkt, Treffpunkt und Ausgangsort für Entdeckungen prägt der Platz seit Jahrzehnten das moderne Stadtbild. Wer Brest besucht oder die Stadt über eine Webcam erlebt, blickt hier auf einen Ort, an dem Alltag, Geschichte und maritimes Flair aufeinandertreffen.
Brest liegt im äußersten Westen Frankreichs am Atlantik, geschützt durch die Rade de Brest, eine der größten natürlichen Buchten Europas. Die Place de la Liberté befindet sich im Zentrum der Stadt, unweit wichtiger Geschäftsstraßen, kultureller Einrichtungen und öffentlicher Verkehrsmittel. Mehrere Tram- und Buslinien kreuzen hier, was den Platz zu einem natürlichen Sammelpunkt für Einheimische und Besucher macht.
Städtebaulich ist die Place de la Liberté ein typisches Beispiel für das Nachkriegs-Brest. Nach den massiven Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt nahezu vollständig neu geplant. Der Platz entstand im Zuge dieses Wiederaufbaus und steht bis heute für das moderne, funktionale Brest – offen, weitläufig und urban.
Die heutige Place de la Liberté ist untrennbar mit der Geschichte Brests verbunden. Die Stadt war aufgrund ihres bedeutenden Militärhafens ein strategisch wichtiger Ort und wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Beim Wiederaufbau ab den späten 1940er-Jahren setzte man bewusst auf klare Linien, breite Straßen und großzügige Plätze.
Der Name „Liberté“ – Freiheit – ist dabei mehr als symbolisch. Er erinnert an die Befreiung Frankreichs und steht zugleich für den Neuanfang der Stadt. Auch wenn der Platz selbst keine mittelalterlichen Wurzeln hat, ist er ein lebendiges Zeugnis der jüngeren französischen Geschichte.
Heute erfüllt die Place de la Liberté vor allem eine soziale und touristische Funktion. Cafés, Geschäfte und Dienstleister säumen den Platz und laden zum Verweilen ein. Für viele Besucher ist er der erste Kontaktpunkt mit Brest, bevor es weiter Richtung Hafen, Altstadt oder Küste geht.
Eine lokale Redewendung beschreibt Brest treffend: „Il ne pleut que sur les cons“ – ein typisch bretonischer, leicht rauer Humor, der sinnbildlich für die Mentalität der Bewohner steht. Genau diese Mischung aus Direktheit, Herzlichkeit und Gelassenheit spürt man auch auf der Place de la Liberté.
In unmittelbarer Nähe der Place de la Liberté befinden sich mehrere wichtige Sehenswürdigkeiten:
– Rue Jean Jaurès: Eine der Hauptachsen der Stadt mit Geschäften, Restaurants und direkter Verbindung zum Hafen.
– Téléphérique de Brest: Die moderne Seilbahn über den Hafen ist fußläufig erreichbar und bietet spektakuläre Ausblicke auf die Rade de Brest.
– Château de Brest: Die historische Festung beherbergt das Musée national de la Marine und verbindet alte Geschichte mit maritimer Tradition.
– Port de Commerce: Ein lebendiger Bereich mit Bars, Veranstaltungen und maritimer Atmosphäre.
Je nach Jahreszeit zeigt sich die Place de la Liberté in unterschiedlichen Facetten. Im Frühling und Sommer beleben Straßencafés und Passanten das Bild, während Veranstaltungen und Märkte für zusätzliche Dynamik sorgen. Der Herbst bringt ein ruhigeres, oft stimmungsvolles Licht, das besonders über Webcams reizvoll wirkt.
Im Winter ist der Platz weniger belebt, aber nicht minder authentisch. Gerade dann zeigt sich das echte Brest – bodenständig, wetterfest und mit einer besonderen Nähe zum Atlantik.
Brest besitzt ein ausgeprägt ozeanisches Klima. Die Sommer sind mild, selten extrem heiß, während die Winter vergleichsweise moderat bleiben. Regen und Wind gehören zum Alltag, was der Stadt ihren unverwechselbaren Charakter verleiht. Die Nähe zum Atlantik sorgt für häufig wechselnde Wetterlagen – ein Aspekt, der Webcam-Bilder besonders abwechslungsreich macht.
Typisch für Brest sind schnelle Wetterumschwünge: Sonnenschein, Wolken und Regen können sich innerhalb kurzer Zeit abwechseln. Für Besucher bedeutet das: wetterfeste Kleidung gehört immer dazu.
Viele Einwohner erzählen, dass man sich auf der Place de la Liberté „immer wieder trifft“ – ob geplant oder zufällig. Der Platz gilt als inoffizieller Treffpunkt, um „kurz etwas zu erledigen“ und dann doch länger zu bleiben. Diese Alltagsszenen machen den Reiz aus, besonders für Webcam-Zuschauer, die das echte Leben der Stadt beobachten möchten.
Die Place de la Liberté ist kein klassischer Postkartenplatz – und genau das macht sie so authentisch. Sie steht für das moderne Brest: pragmatisch, offen und fest mit dem Meer verbunden.
Die Place de la Liberté ist ein zentraler Ort für alle, die Brest verstehen möchten. Sie verbindet Geschichte und Gegenwart, Alltag und Tourismus, Stadtleben und maritime Nähe. Ob als Startpunkt für Erkundungen, als Treffpunkt oder als lebendiges Webcam-Motiv – dieser Platz ist ein Spiegelbild der bretonischen Hafenstadt Brest.
Der Alte Leuchtturm von Balje steht seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts in den Elbmarschen und erzählt von der engen Verbindung zwischen Schifffahrt, Küste und Menschen an der Unterelbe. Er wurde 1903 errichtet und nahm 1904 seinen Dienst als Leit- und Quermarkenfeuer auf; bis zu seiner Außerdienststellung 1980 leitete er Schiffe sicher stromaufwärts.
Der runde, fünfgeschossige Turm erreicht eine Bauhöhe von etwa 17,35 Metern und eine Feuerhöhe über Mittelwasser von rund 14,5 Metern. Ursprünglich mit Petroleum betrieben, wurde das Feuer 1927 auf Gas umgestellt und 1962 elektrifiziert; charakteristisch waren seine drei Farbsektoren (rot, grün, weiß) und eine Sichtweite von knapp über 12 Seemeilen. Seine Aufgabe war es, als Leit- und Quermarkenfeuer die Fahrrinne der Elbe zu markieren und in Verbindung mit Richtfeuern die Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal zu sichern.
Nach der Inbetriebnahme der modernen Richtfeuerlinie (dem neuen Oberfeuer Balje) wurde das alte Leuchtfeuer am 15. Dezember 1980 gelöscht. Das Bauwerk blieb jedoch nicht vergessen: Landkreis und engagierte Bürger sorgten dafür, dass der Turm unter Denkmalschutz gestellt und später durch einen Förderverein gerettet sowie restauriert wurde. Heute ist der Turm als maritimes Kulturdenkmal in das Naturschutzgebiet `Außendeich Nordkehdingen` eingebettet und – nach Restaurierungsarbeiten – zeitweise für Besucher geöffnet.
Die Lage des Leuchtturms in der weiten Marschlandschaft macht ihn zu einem idealen Ausgangspunkt für Natur- und Kulturbeobachtungen. Direkt in der Nachbarschaft befindet sich das Natureum Niederelbe, ein Museum und Besucherzentrum zur Tier- und Küstenlandschaft der Unterelbe. Der Elberadweg führt an dieser Stelle durch reizvolle Deichlandschaften — ein beliebter Abschnitt für Radfahrer und Vogelbeobachter. In Richtung Binnenland bieten Orte wie Otterndorf mit historischem Stadtkern, das Hadelner Land und kleine Hafenorte lohnende Abstecher.
Die nautische Aufgabe, die einst der alte Turm innehatte, übernimmt heute ein moderner, hoher Betonturm (Oberfeuer Balje). Dieser markante, rund 56 Meter hohe Turm ist weithin sichtbar und spiegelt die technischen Anforderungen moderner Großschifffahrt an der Elbmündung wider. Vom Standort des alten Turms lässt sich die durchgehende Verkehrslinie der Elbe gut beobachten — Frachter, Fähren und die Schleusenanlagen des Nord-Ostsee-Kanals sind ständige Begleiter.
Die Küstenlandschaft rund um Balje ist vom maritimen Klima geprägt: milde Winter, vergleichsweise kühle Sommer, häufige und teils starke Winde sowie rasch wechselnde Wetterlagen mit Nebel und Nieselregen sind typisch. Für Besucher heißt das: gut schichten, winddichte Kleidung und wetterfeste Schuhe einplanen. Die Marsch ist besonders im Spätsommer und Herbst ein Hotspot für Zugvögel — Vogelbeobachter sollten Fernglas und Bestimmungsbuch dabei haben. (Klima- und Wettercharakteristiken basieren auf der typischen Nordseeküstenlage der Unterelbe und lokalen Wetterbeobachtungen.)
Frühling: Vogelzug und blühende Salzwiesen — ideal für Spaziergänge und Fotografie. Sommer: milde Tage, Rad- und Wattwanderungen, Besuch des Natureums; der Leuchtturm ist oft in den Sommermonaten geöffnet. Herbst: Stürme, dramatische Wolkenbilder und hervorragende Bedingungen zur Seevogelbeobachtung. Winter: Ruhigere Wege, klare Luft und große Weitblicke — perfekt für Fotografen, die minimalen Menschenverkehr und weiche Winterfarben mögen.
Historische Fotos und Sammlungen der Fördervereine zeigen noch Alltagsszenen aus der Zeit der Leuchtturmwärter: von einfachen Familienleben bis zu typischen Tätigkeiten wie dem traditionellen „Aale-pöddern“ (eine traditionelle, regionale Angelart bzw. Wurm-Fangpraxis), die in alten Bildunterschriften erwähnt werden. Besucher berichten oft, wie ein einfaches „Moin“ oder ein plaudernder Deichspaziergang den Tag an der Unterelbe prägt — typisch norddeutsche Gelassenheit und Zugewandtheit.
Die Webcam zeigt regelmäßig die Ansicht von und zur Unterelbe: Nutzen Sie die live-Bilder, um Sicht, Tide und Schiffsverkehr zu beobachten. Für Ausflüge empfiehlt sich die Anreise mit dem Fahrrad über den Elberadweg oder per Auto mit Parkmöglichkeiten in den kleinen Ortschaften der Kehdinger Marsch. Informieren Sie sich vorab über Öffnungszeiten des Leuchtturms und des Natureums — viele Angebote sind saisonal.

Der Berliner Funkturm, liebevoll als Langer Lulatsch bezeichnet, erhebt sich mit einer Höhe von 146,78 Metern über das Messegelände im Berliner Ortsteil Westend. Errichtet zwischen 1924 und 1926 nach den Plänen des Architekten Heinrich Straumer, diente der Turm ursprünglich als Sendemast und steht heute unter Denkmalschutz
Die Stahlgitterkonstruktion des Funkturms erinnert an den Pariser Eiffelturm, was ihm den Spitznamen `Eiffelturm von Berlin` einbrachte. Auf 51,65 Metern Höhe befindet sich ein Restaurant, das Platz für 116 Gäste bietet, während die Aussichtsplattform in 121,5 Metern Höhe einen spektakulären Blick über Berlin ermöglicht. Ursprünglich als Sendeturm konzipiert, wurden vom Funkturm ab 1926 Hörfunksendungen und ab 1929 erste Fernseh-Testsendungen ausgestrahlt.
Der Funkturm ist nicht nur ein technisches Denkmal, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel. Von der Aussichtsplattform aus können Besucher bei klarem Wetter bis zu 30 Kilometer weit sehen und dabei Wahrzeichen wie das Olympiastadion, den Teufelsberg und die Gedächtniskirche entdecken.
In der Umgebung des Funkturms befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie das Internationale Congress Centrum (ICC) und das Palais am Funkturm. Das Messegelände selbst beherbergt zahlreiche Veranstaltungen und Messen, die Besucher aus aller Welt anziehen.
Der Funkturm steht im Berliner Ortsteil Westend, einem Teil des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Das Klima in Berlin ist gemäßigt mit warmen Sommern und kühlen Wintern. Die beste Zeit für einen Besuch des Funkturms ist von Frühling bis Herbst, wenn die Temperaturen angenehm sind und die Sicht klar ist.
Eine bemerkenswerte Begebenheit ereignete sich 1928, als der Ingenieur Engelbert Zaschka mit seinem Zaschka-Faltauto die Aussichtsplattform des Funkturms erreichte, um die Wendigkeit seines Fahrzeugs zu demonstrieren.
Im Berliner Volksmund gibt es die Redewendung Dit is mir `n Funkturm, die verwendet wird, um etwas Großes oder Beeindruckendes zu beschreiben. Diese Redewendung unterstreicht die Bedeutung des Funkturms als imposantes Wahrzeichen der Stadt.
Der Funkturm ist ganzjährig für Besucher geöffnet, wobei die Öffnungszeiten je nach Saison variieren können. Besonders attraktiv sind Besuche während großer Messen oder Veranstaltungen auf dem Messegelände, da der Turm dann in ein besonderes Licht getaucht wird.
Der Berliner Funkturm verbindet auf einzigartige Weise Technikgeschichte, Architektur und touristische Attraktionen. Ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit, sei es für den atemberaubenden Ausblick, ein Essen im Turmrestaurant oder als Ausgangspunkt für die Erkundung der umliegenden Sehenswürdigkeiten.
Die Westendbrücke gehörte zu den verkehrsreichsten Autobahnüberführungen im Westen Berlins und prägte lange das Verkehrsbild im Ortsteil Westend des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf. Sie verband die Stadtautobahn A100 über die darunter verlaufenden S- und Fernbahnstrecken mit dem innerstädtischen Straßennetz und war ein allgegenwärtiger Teil des täglichen Lebens vieler Berliner und Pendler.
Geografisch lag die Westendbrücke im Übergangsbereich zwischen urbaner Verdichtung und grünen Freiräumen – nicht weit von der Spree, dem Messegelände, dem Schlosspark Charlottenburg und den ausgedehnten Wäldern im Westen. Durch ihre Lage an einem wichtigen Knotenpunkt der A100 bildete sie einen zentralen Verbindungspunkt zwischen Innenstadt, Olympiapark, Grunewald und den westlichen Zufahrtsstraßen nach Brandenburg.
Das Bauwerk stammte aus den frühen 1960er Jahren und erfüllte über Jahrzehnte als Autobahnüberführung eine bedeutende Rolle im Berliner Verkehr. Doch im Frühjahr 2025 zeigten sich erhebliche Schäden an der maroden Brücke, die in der Folge zunächst gesperrt und schließlich im April 2025 vollständig abgerissen wurde. Die Entscheidung zum Abriss fiel, nachdem eine Sanierung als nicht ausreichend und zu langwierig bewertet wurde. Teil der Abbrucharbeiten war auch, den darunter liegenden Bahnverkehr möglichst kurz zu unterbrechen, was durch präzise Planung und schnelles Arbeiten gelang.
In Rekordzeit wurden Teile der Westendbrücke abgebaut und das Material zu nahezu 99 % recycelt – ein praktisches Beispiel für modernes „Urban Mining“ in der Bauwirtschaft. Nach dem Abriss wurde beschlossen, an derselben Stelle – direkt an der A100 – ein neues, technisch moderneres Bauwerk zu errichten, das den aktuellen Verkehrs- und Sicherheitsanforderungen entspricht.
Mit einem feierlichen Spatenstich im Dezember 2025 hat der Ersatzneubau der Westendbrücke offiziell begonnen. Die neue Brücke wird nach aktuellem Plan im Sommer 2027 fertiggestellt und wieder für den Verkehr freigegeben werden. Parallel laufen vergleichbare Arbeiten am benachbarten Ersatz für die Ringbahnbrücke, ebenfalls an der A100, mit einer ähnlichen Zielzeit.
Auch wenn der Abriss und Neubau zu Verkehrsbehinderungen führen, bleibt die Umgebung der ehemaligen Westendbrücke ein interessanter Ausgangspunkt für Besichtigungen und Spaziergänge. Besucher können die Baufortschritte live verfolgen – durch permanente Webcam-Streams der Projektgesellschaft DEGES – oder zu Fuß entlang der Spree und durch den nahegelegenen Schlosspark Charlottenburg flanieren.
Nur wenige Gehminuten entfernt liegen das Olympiastadion mit wechselnden Sport- und Kulturveranstaltungen, die Waldbühne im Grunewald, der Lietzenseepark und historische Viertel entlang der Kantstraße. Der Schlosspark Charlottenburg mit dem barocken Schloss, Museen und gepflegten Grünanlagen bietet zu jeder Jahreszeit ein lohnenswertes Ziel.
Im Frühling und Sommer lädt die Umgebung zum Radfahren, Paddeln auf der Spree oder zu Picknicks ein. Im Herbst entfalten die Wälder und Parks ihr buntes Blätterkleid, und im Winter sorgt die ruhige Atmosphäre entlang des Spreeufers für stille Momente – ganz anders als der pulsierende Verkehr, den die Westendbrücke einst über sich ergehen ließ.
Berlin-Westend liegt im gemäßigten Übergangsklima mit warmen Sommern (Ø 22–25 °C) und kühlen Wintern um den Gefrierpunkt. Durch die Grünräume und Wasserflächen in der Nähe wirkt das Mikroklima oft etwas ausgeglichener als in stärker versiegelten Innenstadtarealen.
Die Westendbrücke war für viele Berliner mehr als nur Beton und Asphalt: Sie war ein Stück Stadtgeschichte, dessen Ersatzneubau symbolisch für den ständigen Wandel einer wachsenden Metropole steht. Ob beim morgendlichen Pendeln, bei Staus oder bei abendlichen Spaziergängen entlang der Baustelle – die Brücke bleibt im kollektiven Gedächtnis lebendig.
Das Mittelrheintal bei Boppard-Hirzenach verbindet dramatische Flusslandschaften, steile Weinberge und dichte Wälder mit einer bis in die Antike zurückreichenden Besiedlungsgeschichte. Die Region gehört zum Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ und ist ein lebendiges Kapitel deutscher Kultur- und Landschaftsgeschichte: Burgen, Winzerorte und malerische Aussichtspunkte prägen das Bild dieses rund 65 km langen Rheintales.
Boppard war bereits römischer Stützpunkt am Rhein; die Stadt entwickelte sich über Jahrhunderte als wichtiger Handels- und Verkehrsknotenpunkt. Das markante Kur- und Stadtensemble mit dem sogenannten Kurfürstlichen Schloss (Electoral Castle) am Ufer erzählt von der Macht des Erzstifts Trier und der mittelalterlichen Bedeutung des Ortes. In der neueren Zeit ist Boppard auch bekannt für die lokale Industrie- und Designgeschichte — etwa Michael Thonet und die weltberühmten Freischwinger und Gebogene-Holzmöbel, die im Museum Boppard thematisiert werden.
Hirzenach, als Ortsteil von Boppard, besticht durch seine sehr gut erhaltene barocke Gartenanlage „Probsteigarten“, historische Klosterbauten und spektakuläre Ausblicke auf Rheinwindungen. Der Probsteigarten ist eines der seltenen Beispiele eines erhaltenen barocken Gartenensembles am linken Rheinufer und lädt zu ruhigen Besuchen und Fotografien ein.
Das Tal ist geprägt von engen Rheinmäandern, steilen Schiefer- und Devonschichten an den Hängen sowie kleinparzelligen Weinbergsterrassen (u. a. das berühmte Bopparder Hamm). Die Kombination aus Fluss, Hanglagen und mildem Klima schafft Mikroklimata, die seit Jahrhunderten den Rebbau fördern und der Region ihren charakteristischen Lebensraum geben. Die steilen Wege und Aussichtspunkte sind Teil eines Netzwerks von Wanderwegen, darunter der Fernwanderweg Rheinsteig.
Das Mittelrheintal dient als touristisches Herzstück zwischen Koblenz und Bingen: Flusskreuzfahrten, Radfahren entlang des Rheindamms, Weinproben in Straußwirtschaften, Burgbesichtigungen und Wandern auf dem Rheinsteig sind die Hauptaktivitäten für Besucher. Boppard selbst bietet Stadtführungen, das Museum im Kurfürstlichen Schloss und regelmässige Veranstaltungen (Weinfeste, Konzerte). Für Webcam-Besucher und Zuginteressierte ist der Blick auf die Linke Rheinstrecke bei Hirzenach besonders reizvoll.
Frühling: Blühende Obstbäume in den Hängen, erste Weinbergspflege-Einsätze, milde, klare Tage ideal für Wanderungen und Vogelbeobachtung.
Sommer: Weinlesefeste, Boots- und Schifffahrtsbetrieb auf dem Rhein, laue Abende in den Straußwirtschaften — die beste Zeit für Ausflüge und Outdoor-Events.
Herbst: Herbstfärbung in den Wäldern, Lesezeit in den Weinbergen und zahlreiche Weinfeste; das goldene Licht verstärkt die Fotomotive entlang der Mäander.
Winter: Ruhigere Wanderungen, klare Sicht auf Fluss und Burgruinen; kulturelle Winterveranstaltungen in Boppard bieten regionale Küche und Konzertprogramme.
Zu Fuß oder per Fähre erreichbar sind zahlreiche Sehenswürdigkeiten: das Kurfürstliche Schloss (Museum Boppard), die romanische St. Severus-Kirche, Aussichtspunkte wie die Thonethütte, sowie Burgen und Ruinen entlang des Mittelrheintals. Weiter stromab und stromauf liegen weltbekannte Stationen wie die Loreley, Oberwesel und Koblenz mit dem Deutschen Eck — ideale Tagesausflüge von Boppard aus.
Das Mittelrheintal ist reich an Legenden und Erzählungen: Sänger und Dichter des 19. Jahrhunderts prägten den Ruf des „Romantischen Rheins“, viele Familien am Hang erinnern sich an Generationen von Winzern, die mit Handarbeit die Terrassen erhalten haben. In Boppard wird die handwerkliche Tradition (z. B. Thonet-Biegearbeit) noch in Ausstellungen und lokalen Erzählungen lebendig gehalten. Solche Geschichten machen die Region persönlich und greifbar — für Besucher und für Webcam-Zuschauer, die gern „zugucken“ wie sich Jahreszeiten und Ereignisse am Fluss verändern.
Das Klima in Boppard ist gemäßigt (Köppen Cfb) mit milden Sommern und relativ feuchten, aber nicht extrem kalten Wintern. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei etwa 9,6 °C, und der Niederschlag beträgt rund 700–750 mm pro Jahr; die wärmsten Monate sind Juli/August, die kühlsten Januar/Februar. Diese Verhältnisse erklären das gedeihliche Reben-Wachstum an den sonnigen Hängen. Für exakte, tagesaktuelle Werte empfehlen sich lokale Wetterdienste; die klimatischen Jahresmittel sind jedoch verlässlich dokumentiert.
Unsere Webcam in Hirzenach liefert einen direkten Blick auf die Linke Rheinstrecke und den Flussverlauf — ideal, um Zugbeobachtung, Schiffspassagen oder Wetterstimmungen live zu erleben. Für Besucher vor Ort lohnt sich die Kombination aus Wanderung (Rheinsteig-Etappen), Ortsbummel in Boppard, Besuch des Museums und einer Weinprobe am Abend. Denke an festes Schuhwerk für die Hänge und eine Jacke für die kühleren Flussnächte.
Die Mischung aus Natur (Mäander, Weinberge, Wälder), Kultur (Burgen, Klöster, Stadtgeschichte) und lebendiger Weinbautradition macht die Gegend unverwechselbar. Die Welterbe-Auszeichnung unterstreicht die internationale Bedeutung dieses Landschaftsbildes und bewahrt es zugleich als kulturelles Erbe. Für Deine Webcam-Seite bedeutet das: authentische, sich ständig verändernde Motive, die Besucher und Suchmaschinen gleichermaßen anziehen.
Ob als Live-Fenster in die Natur, Ausgangspunkt für Wanderungen oder Quelle historischer Geschichten — das Mittelrheintal bei Boppard-Hirzenach bietet Webcam-Zuschauern und Besuchern ein Stück lebendiger Rheinromantik. Schau rein, entdecke die Jahreszeiten, und lass Dich von den kleinen, besonderen Momenten am Strom verzaubern.
Vielen Dank für die schönen Eindrücke aus den Schweizer Bergen. Da freut man sich schon wieder auf den nächsten Urlaub.