
Am Baccaro Point an der Südküste von Nova Scotia (Kanada) steht der historische Baccaro Point Lighthouse, ein Wahrzeichen, das Besucher aus aller Welt anzieht. Der Leuchtturm markiert den südlichsten Punkt des Festlands von Nova Scotia und bietet einen weiten Blick über den offenen Atlantik. Der Name „Baccaro“ gilt als der älteste überlieferte Ortsname der Provinz und leitet sich vermutlich vom baskischen Wort baccolaos (Kabeljau) ab – ein Hinweis auf die frühe europäische Fischerei in dieser Region.
Der ursprüngliche Leuchtturm von Baccaro Point wurde im Jahr 1851 errichtet, um die gefährliche Küste und die Einfahrt zur Barrington Bay zu sichern. Baumaterialien mussten damals mangels Straßen entlang der Küste transportiert werden. Nach einem Brand im Jahr 1934 wurde der heutige Leuchtturm noch im selben Jahr neu aufgebaut. Der weiß gestrichene, quadratische Holzturm mit roter Laterne ist etwa 13,7 Meter hoch. Sein Licht befindet sich rund 15,8 Meter über dem Meeresspiegel und zeigt einen weißen Blitz alle zehn Sekunden. Bis heute dient der Leuchtturm der sicheren Navigation und wird von der Canadian Coast Guard betrieben.
Baccaro Point liegt auf einer felsigen Landzunge am südlichen Rand von Nova Scotia und ragt weit in den Atlantischen Ozean hinein. Die Küstenlandschaft ist geprägt von dunklen Felsen, kräftiger Brandung und offenem Meer. Durch die exponierte Lage sind Wetter und Lichtstimmungen besonders eindrucksvoll. Die Umgebung ist weitgehend naturbelassen und bietet Lebensraum für zahlreiche Seevögel, die hier auf Nahrungssuche gehen oder rasten.
Das Klima ist typisch maritim. Die Sommer sind eher kühl bis mild, während die Winter feucht, windig und kühl ausfallen können. Nebel ist vor allem im Frühling und Frühsommer keine Seltenheit, wenn kalte Meeresluft auf wärmere Luftschichten trifft. Stürme aus dem Atlantik sorgen besonders im Herbst und Winter für beeindruckende Wellen und dramatische Wetterlagen, die den Charakter dieses Küstenabschnitts prägen.
Der Baccaro Point Lighthouse ist ein beliebtes Ziel für Reisende entlang der bekannten Lighthouse Route im Südwesten von Nova Scotia. Besucher kommen vor allem wegen der spektakulären Aussicht, der Ruhe und der Nähe zur Natur. Spaziergänge entlang der Küste, Naturfotografie und Vogelbeobachtung zählen zu den häufigsten Aktivitäten. Der Ort eignet sich ideal, um das Meer in all seinen Facetten zu erleben – von ruhigen Sommertagen bis zu tosenden Winterstürmen.
In der näheren Umgebung liegt die kleine Gemeinde East Baccaro, die stark von der Fischerei geprägt ist. Entlang der Südküste finden sich weitere historische Leuchttürme, kleine Häfen und traditionelle Küstendörfer. Die Region Barrington ist zudem bekannt für ihre maritime Geschichte, Hummerfischerei und authentische Küstenlandschaften, die besonders im Herbst mit intensiven Farben beeindrucken.
Erzählungen aus der Region berichten von den entbehrungsreichen Lebensbedingungen früherer Leuchtturmwärter, die oft wochenlang Wind, Kälte und Nebel ausgesetzt waren. Das Heulen des Windes und das Donnern der Wellen galten vielen Seeleuten als Warnsignal lange bevor moderne Navigationstechnik existierte. Auch heute noch strahlt der Ort eine besondere Ruhe und Ursprünglichkeit aus, die Besucher nachhaltig beeindruckt.
Der Leuchtturm selbst ist in der Regel nicht von innen zugänglich, das Gelände rund um den Turm kann jedoch frei betreten werden. Parkmöglichkeiten befinden sich am Ende der Lighthouse Road. Da es vor Ort keine touristische Infrastruktur gibt, sollten Besucher wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk mitbringen. Besonders bei starkem Wind ist Vorsicht an den Klippen geboten.
Der Baccaro Point Lighthouse verbindet Geschichte, Natur und maritimes Erbe auf eindrucksvolle Weise. Als südlichster Punkt von Nova Scotia ist er ein besonderer Ort für alle, die die raue Schönheit der kanadischen Atlantikküste erleben möchten. Ob bei Sonnenschein, Nebel oder Sturm – Baccaro Point bleibt ein unvergesslicher Bestandteil jeder Reise entlang der Küste.
Die Fähre Frisia III ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Fährverbindung Norddeich ⇄ Norderney und steht sinnbildlich für den maritimen Alltag an der ostfriesischen Nordseeküste. Betrieben von der traditionsreichen Reederei Norden-Frisia, verbindet sie das Festland mit einer der beliebtesten ostfriesischen Inseln und erfüllt dabei sowohl eine unverzichtbare Versorgungsfunktion als auch eine wichtige touristische Aufgabe.
Die Frisia III wurde speziell für den Einsatz im Wattenmeer konzipiert. Dieses einzigartige UNESCO-Weltnaturerbe stellt besondere Anforderungen an Schiffe: wechselnde Wasserstände, starke Strömungen und anspruchsvolle Wetterbedingungen prägen den Alltag. Die Fähre ist daher robust gebaut und auf Zuverlässigkeit ausgelegt – Eigenschaften, die sie über Jahre hinweg zu einem vertrauten Anblick im Hafen von Norddeich und auf der Reede von Norderney gemacht haben.
Ihre Hauptaufgabe ist der sichere Transport von Passagieren zwischen Festland und Insel. Ergänzt wird dies durch den Transport von Gepäck, Fahrrädern und wichtigen Versorgungsgütern. Für viele Insulaner ist die Frisia III weit mehr als ein Verkehrsmittel – sie ist Teil des täglichen Lebens und ein Stück Heimat auf dem Wasser.
Die Fährstrecke führt durch das flache, von Prielen durchzogene Wattenmeer der südlichen Nordsee. Zwischen Ebbe und Flut verändert sich die Landschaft ständig, was jede Überfahrt einzigartig macht. Bei ruhigem Wetter lassen sich Seehunde auf den Sandbänken beobachten, während Möwen die Fähre begleiten – ein klassisches Bild, das viele Besucher sofort mit Ostfriesland verbinden.
Norddeich liegt an der ostfriesischen Küste Niedersachsens und ist einer der wichtigsten Fährhäfen der Region. Norderney, eine der ältesten deutschen Nordseeheilbäder, empfängt ankommende Gäste mit einer Mischung aus historischer Bäderarchitektur, Dünenlandschaft und weitem Nordseestrand.
Für Urlauber beginnt die Erholung oft schon an Bord der Frisia III. Der Blick auf das offene Wattenmeer, die salzige Seeluft und das langsame Entfernen vom Festland wirken entschleunigend. Nicht selten hört man an Deck ein freundliches „Moin“ – die typische ostfriesische Begrüßung, die zu jeder Tageszeit passt.
Die Fähre ist zugleich ein Bindeglied zwischen den Jahreszeiten: Im Sommer bringt sie Badegäste, Radfahrer und Tagesausflügler auf die Insel, während im Herbst und Winter Ruhesuchende, Fotografen und Naturliebhaber die stürmische See und die klare Luft schätzen. Auch in der kälteren Jahreszeit behält die Verbindung ihre Bedeutung, denn Norderney bleibt ganzjährig bewohnt und belebt.
In Norddeich lohnt sich ein Besuch des Seehundstation Nationalpark-Haus, das Einblicke in den Schutz der Meeressäuger bietet. Der Deich selbst ist ein beliebter Ort für Spaziergänge, besonders bei Sonnenuntergang.
Auf Norderney erwarten Besucher kilometerlange Sandstrände, das historische Kurviertel, der Leuchtturm sowie ausgedehnte Dünen- und Salzwiesenlandschaften. Im Frühling blüht die Natur auf, im Sommer dominiert das Strandleben, im Herbst fasziniert das Spiel aus Licht und Wolken, und im Winter zeigt sich die Insel von ihrer rauen, fast meditativen Seite.
Das Klima an der Nordsee ist geprägt von frischer, meist sauberer Luft, häufigem Wind und vergleichsweise milden Temperaturen. Schnelle Wetterwechsel sind typisch und machen jede Überfahrt mit der Frisia III zu einem kleinen maritimen Erlebnis. An klaren Tagen reicht der Blick weit über das Meer, während bei aufkommendem Nebel oder Wind die Kraft der Natur besonders spürbar wird.
Eine oft erzählte Anekdote unter Stammgästen ist, dass man auf der Fähre schneller ins Gespräch kommt als an Land – sei es über das Wetter, die Gezeiten oder die beste Fischbude auf der Insel. Diese norddeutsche Gelassenheit gehört ebenso zur Reise wie das sanfte Schaukeln der Wellen.
Die Fähre Frisia III ist mehr als nur ein Transportmittel. Sie verbindet Menschen, Regionen und Geschichten und ist fest in der maritimen Kultur Ostfrieslands verankert. Für Webcam-Besucher bietet sie einen authentischen Einblick in den Alltag an der Nordsee – ehrlich, bodenständig und geprägt von Wind, Wasser und Weite.
Vielen Dank für die schönen Eindrücke aus den Schweizer Bergen. Da freut man sich schon wieder auf den nächsten Urlaub.