
Hoch über der Freiberger Mulde thront die imposante Burg Mildenstein, eines der ältesten und bedeutendsten Burgbauwerke in Sachsen. Die Burg liegt direkt oberhalb der Altstadt von Leisnig und prägt das Stadtbild seit Jahrhunderten. Bereits im 11. Jahrhundert entstand an dieser strategisch wichtigen Stelle eine erste Befestigungsanlage, die den Handelsweg entlang der Mulde kontrollierte.
Burg Mildenstein entwickelte sich rasch zu einem Herrschaftszentrum der Wettiner. Ihre Lage auf einem steilen Felsvorsprung bot nicht nur militärische Vorteile, sondern auch eine beeindruckende Aussicht über das fruchtbare Muldental. Bis heute vermittelt die Anlage eindrucksvoll, wie Macht, Schutz und Repräsentation im Mittelalter miteinander verbunden waren.
Besonders markant ist der massive Bergfried, der als letzter Rückzugsort diente und noch heute das Bild der Burg dominiert. Die erhaltenen Wohn- und Wirtschaftsgebäude erzählen vom Alltag der Burgherren, der Bediensteten und der Handwerker. Überlieferungen berichten, dass Burg Mildenstein nie gewaltsam eingenommen wurde – ein stilles Zeugnis ihrer Wehrhaftigkeit.
Heute ist Burg Mildenstein ein beliebtes Ausflugsziel für Kulturinteressierte, Familien und Wanderer. In den wärmeren Monaten laden Burgführungen, Ausstellungen und Veranstaltungen dazu ein, tief in die Geschichte einzutauchen. Besonders im Frühling und Sommer verbindet sich der Burgbesuch ideal mit Spaziergängen entlang der Mulde oder Wanderungen durch die umliegenden Wälder.
Der Herbst taucht die Umgebung in warme Farben und bietet eindrucksvolle Fotomotive – ein Geheimtipp für Naturfreunde. Im Winter entfaltet die Burg eine ganz eigene, stille Atmosphäre, wenn Raureif und Nebel das Muldental verhüllen und Leisnig seinen ruhigen, ursprünglichen Charme zeigt.
Unweit der Burg befindet sich die evangelische Kirche St. Matthäi, die das religiöse und kulturelle Leben der Stadt Leisnig seit Jahrhunderten prägt. Ihre Ursprünge reichen bis ins Mittelalter zurück. Der heutige Bau vereint Elemente verschiedener Epochen und spiegelt damit die wechselvolle Geschichte der Stadt wider.
Die Kirche diente nicht nur als Ort des Glaubens, sondern auch als Treffpunkt der Bürgerschaft. Besonders in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Umbrüche war St. Matthäi ein Ort der Orientierung und Gemeinschaft. Der markante Turm ist bis heute ein wichtiger Orientierungspunkt im Stadtbild.
Im Inneren beeindrucken schlichte, aber würdige Ausstattungsdetails, die den protestantischen Charakter der Kirche unterstreichen. Überlieferte Inschriften und Grabdenkmäler erzählen von früheren Generationen und machen die Geschichte Leisnigs greifbar.
Die Umgebung von Leisnig bietet zahlreiche weitere Attraktionen. Besonders beliebt sind Spaziergänge entlang der Freiberger Mulde, die mit ihren Auenlandschaften und Felsformationen zu den reizvollsten Flusslandschaften Sachsens zählt. Rad- und Wanderwege verbinden Leisnig mit benachbarten Orten und eröffnen immer wieder neue Ausblicke auf Burg, Stadt und Natur.
In der näheren Umgebung finden sich weitere historische Städte, kleine Dorfkirchen und Aussichtspunkte, die zu individuellen Entdeckungstouren einladen. Die Region ist geprägt von einer langen Siedlungsgeschichte, die sich bis heute in der Kulturlandschaft widerspiegelt.
Leisnig liegt im mittelsächsischen Hügelland, eingebettet in das Tal der Freiberger Mulde. Das Klima ist gemäßigt mit warmen Sommern und vergleichsweise milden Wintern. Die Sommermonate eignen sich besonders für Outdoor-Aktivitäten, während Frühling und Herbst mit wechselnden Lichtstimmungen und angenehmen Temperaturen punkten.
Typisch für die Region sind morgendliche Nebel im Muldental, die sich im Laufe des Tages auflösen und für eine besondere Atmosphäre sorgen – ein Anblick, der nicht selten als „Sachsen zeigt sich von seiner stillen Seite“ beschrieben wird.
Leisnig blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Die Nähe zur Burg prägte das Leben der Stadtbewohner nachhaltig. Alte Redewendungen und Erzählungen ranken sich um die Burg, die lange als Symbol für Schutz, aber auch für die Macht der Herrschenden galt. In der Region sagt man sinngemäß: „Wer die Mulde kennt, kennt das Land“ – ein Hinweis auf die zentrale Bedeutung des Flusses für Handel, Leben und Kultur.
Bis heute ist Leisnig ein Ort, an dem Geschichte nicht nur erzählt, sondern erlebt werden kann. Burg Mildenstein und die Kirche St. Matthäi bilden dabei das historische Herz der Stadt und ziehen Besucher an, die Authentizität und Ruhe abseits großer Touristenströme suchen.
Webcams in und um Leisnig ermöglichen es, diese besondere Atmosphäre jederzeit einzufangen – vom morgendlichen Nebel im Tal bis zum goldenen Abendlicht über Burg und Stadt.
Der Bürgerpark Wernigerode ist ein faszinierender Landschaftspark im Herzen der Harzstadt Wernigerode (Sachsen-Anhalt, Deutschland). Entstanden anlässlich der Landesgartenschau 2006, erstreckt sich der Park heute über rund 15 Hektar und ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermaßen.
Seinen Namen verdankt der Park seiner Funktion als „Grünes Wohnzimmer“ der Stadt: Er ist ein Ort der Begegnung, der Erholung und der Inspiration. Die weitläufigen Themengärten spiegeln Gartenkunst aus aller Welt wider und begeistern mit über 60 abwechslungsreichen Gestaltungsideen zum Entdecken.
Wernigerode liegt am nordwestlichen Rand des Harzes, eingebettet zwischen Fachwerkhäusern, dichten Wäldern und dem majestätischen Brocken. Das Klima ist gemäßigt mit kalten, teils schneereichen Wintern und milden Sommern. Für den aktuellen Monat Februar 2026 zeigt das klimatologische Mittel in Wernigerode Tageshöchsttemperaturen zwischen ca. 3 °C und 5 °C und Tiefstwerte um etwa -2 °C. Sonnenschein ist typischerweise moderat mit kurzzeitig 3–5 Stunden pro Tag im Laufe des Monats.
Der Winter 2025/26 war in Sachsen-Anhalt bislang außergewöhnlich trocken, obwohl es immer wieder schneite; dies wirkt sich auch auf die Bodenfeuchte im Harzraum aus und macht den Schnee besonders knirschend unter den Füßen.
Im Bürgerpark verbinden sich Natur, Architektur und Kunst zu einem harmonischen Ganzen. Auf zwei Rundwegen schlendern Besucher durch Themenbereiche wie den Pfingstrosen-, Bauern- oder Asiagarten. Besonders im Frühjahr, wenn mehr als 180.000 Frühblüher wie ein farbenprächtiger Teppich den Weg säumen, zeigt sich der Park von seiner schönsten Seite.
Eine 22 Meter hohe Aussichtsplattform der Erlebnisturmanlage bietet fantastische Panoramablicke über die Harzlandschaft und lädt zum Staunen ein. Ebenso sind Mineralienschluchten, Biotope und Teiche beliebte Ruhe- und Beobachtungsplätze für Naturfreunde.
Der Bürgerpark ist ein Paradies für Familien. Zahlreiche Spielplätze, ein 9-Loch-Minigolfplatz, ein Kletterfelsen und ein großes Schach- und Mühlefeld sorgen für Spaß und Bewegung. Ein Haustiergehege mit Ponys, Ziegen, Kaninchen und Meerschweinchen begeistert besonders die Kleinen.
Wer es ruhiger mag, findet auf Bänken, an Wasserläufen und auf der kleinen Holzpier entlang des künstlichen Wasserfalls vielfältige Plätze zum Entspannen und Genießen. In warmen Monaten laden Strandkörbe und gemütliche Liegeplätze dazu ein, einfach die Seele baumeln zu lassen.
Ein Highlight des Parks ist der integrierte Miniaturenpark „Kleiner Harz“. Auf etwa 1,5 Hektar Fläche sind mehr als 60 bekannte Bauwerke und Landschaften aus dem Harz im Maßstab 1:25 detailgetreu nachgebildet – vom Brocken über das Wernigeröder Schloss bis zur Kaiserpfalz Goslar.
Die Miniaturlandschaft verbindet Geschichte und Technik: Historische Bauwerke, die Harzer Schmalspurbahn mit über 400 Meter Gleis und kleine Züge sowie informative Klangstationen erzählen Geschichten aus der Region und lassen Jung und Alt staunen.
Zum Saisonstart 2026 wird der Park mit besonderen Lichtinstallationen und über 40 Veranstaltungen seine Jubiläumssaison feiern – ebenso entstehen neue Miniaturen und Werkstätten rund um den Park.
Im Frühling erwacht der Park zu neuem Leben, im Sommer laden zahlreiche Veranstaltungen wie Open-Air-Konzerte, Kinderfeste und das beliebte Zuckertütenfest zum Verweilen ein. Die Herbstzeit lockt mit goldenem Laub und ruhigen Spaziergängen, während der Winter seine ganz eigene, stille Magie entfaltet und Parkwege von einer zarten Schneedecke überzogen werden. Viele Besucher erinnern sich gern an den ersten warmen Frühlingstag „wenn der Harz singt“, eine Redensart unter Einheimischen für das Erwachen der Natur.
Nur wenige Gehminuten trennen den Bürgerpark von der charmanten Altstadt Wernigerodes mit ihren mittelalterlichen Fachwerkhäusern, dem imposanten Rathaus und dem Schloss Wernigerode – ein architektonisches Juwel mit fantastischen Ausblicken. Wanderfreunde nutzen den Park als idealen Ausgangspunkt für Ausflüge in die Harzer Wanderwege und Sehenswürdigkeiten wie die Steinerne Renne – eine der schönsten Wasserlandschaften der Region.
Der Bürgerpark Wernigerode ist weit mehr als nur eine Grünfläche – er ist ein lebendiger Ort voller Natur, Spiel, Geschichte und Kultur. Ob Frühlingserwachen, Sommerfest oder winterliche Stille: Besucher jeden Alters werden hier inspiriert und verzaubert. In Verbindung mit der Harzlandschaft und historischen Orten rund um Wernigerode bietet der Park ein unvergessliches Erlebnis für jeden Harz-Urlauber.
