
Der Tegeler Segel-Club e.V. (TSC) blickt auf eine über 120-jährige Geschichte zurück und ist der älteste Segelclub im Berliner Norden. Seit seiner Gründung im Jahr 1901 ist er ein lebendiger Mittelpunkt für Segelbegeisterte jeden Alters. Mit etwa 170 Mitgliedern, davon rund 35 % Jugendlichen und Junioren, verbindet der TSC maritimes Erbe, sportliche Wettfahrt und moderne Vereinsarbeit.
Der Club liegt malerisch am westlichen Ufer des Tegeler Sees, einer rund 4,5 km² großen, verzweigten Erweiterung der Oberhavel und der zweitgrößten Wasserfläche Berlins. Der See ist Bundeswasserstraße und verfügt über sieben Inseln, darunter Scharfenberg und Baumwerder – Relikte einer bewegten Berliner Geschichte.
Das Segelrevier Tegel ist unter Sportlern legendär: Mancher Segler nennt es liebevoll eine „betaute Wiese“, ein Hinweis auf die sehr variablen Wind- und Wasserbedingungen, die Herausforderungen und Freude zugleich bieten. Auf dem See werden regelmäßig Regatten für Jollen- und Kielbootklassen ausgetragen, beispielsweise für 420er, Piraten oder Varianta.
Neben Regattasport ist der See ein Lebensraum für eine vielfältige Tierwelt: Graureiher, Haubentaucher, Rohrdommel und zahlreiche Wasservögel sind hier heimisch. In manchen Jahren kehrt sogar ein Seeadler zurück, und auch der Biber ist wieder am Tegeler See anzutreffen.
Der Tegeler See erfüllt zudem eine wichtige Funktion für die Stadt Berlin: Am Südufer befindet sich das Wasserwerk Tegel, das seit über 100 Jahren Grundwasser ohne chemische Zusätze aufbereitet und in das Berliner Trinkwassernetz einspeist.
Direkt in der Nähe des Clubs verläuft die beliebte Greenwichpromenade, eine Uferpromenade mit Cafés, Restaurants und Anlegern der Ausflugsschifffahrt. Von hier aus starten Rundfahrten über den Tegeler See und die Havel, die Besuchern eindrucksvolle Perspektiven auf Wasser, Wald und historische Villen bieten.
Die Umgebung des Tegeler Sees bietet zahlreiche Freizeitmöglichkeiten:
Nur wenige Gehminuten entfernt liegt der historische Ortskern von Tegel mit dem Schlosspark und dem Jagdschloss Tegel, der einstigen Wohnstätte der Brüder Alexander und Wilhelm von Humboldt. Der Park gilt als eine der schönsten Grünanlagen im Berliner Norden.
Eine lokale Anekdote erzählt vom sogenannten „Sechser“: Früher musste man beim Passieren der alten Holzbrücke über den Tegeler Hafen eine kleine Gebühr zahlen – ein „Sechser“, also fünf Pfennig. Diese Redewendung ist bis heute Teil der maritimen Erinnerungskultur rund um den See.
Der Tegeler Segel-Club engagiert sich stark in der Nachwuchsarbeit. Die Jugendabteilung bietet regelmäßige Ausbildungsangebote und Schnuppersegeln an, um Kindern und Jugendlichen den Zugang zum Segelsport zu ermöglichen.
Mit Slippanlage, Kran, Bootsliegeplätzen und ganzjähriger Bewirtschaftung ist der Club sowohl für Mitglieder als auch für Gastsegler attraktiv. Der Hafen des TSC liegt an der Malche, einem ruhigen, geschützten Bereich des Tegeler Sees, der besonders bei wechselhaften Wetterlagen geschätzt wird.
Das Klima am Tegeler See ist gemäßigt. Die Sommer sind angenehm warm mit durchschnittlichen Temperaturen zwischen 20 und 25 °C – ideale Bedingungen für Segelsport und Freizeitaktivitäten am Wasser. Die Winter sind kühl bis kalt, mit gelegentlichem Frost und ruhigen, stimmungsvollen Seelandschaften.
Die Wassertemperaturen variieren stark im Jahresverlauf. Während der See im Sommer zum Baden einlädt, zeigt er sich im Winter oft spiegelglatt und ruhig. Aktuelle Wetterdaten und Live-Bilder liefern die Webcam und die Wetterstation des Tegeler Segel-Clubs, die besonders bei Seglern sehr geschätzt werden.
Der Tegeler Segel-Club am Tegeler See verbindet über ein Jahrhundert Segelgeschichte mit Naturerlebnis, Sport und Erholung. Ob als Webcam-Standort, Ausgangspunkt für Wassersport oder Ziel für einen Ausflug ins Grüne – dieser Ort steht für maritimes Flair und Berliner Lebensqualität zu jeder Jahreszeit.
Der Dzerzhinsky City District, auf Russisch Dzerzhinsky Rayon, gehört zu den sieben Stadtbezirken von Perm und nimmt innerhalb der Stadt eine besondere Rolle ein. Er liegt beiderseits des mächtigen Flusses Kama und verbindet wichtige Verkehrswege, Wohngebiete, Hochschulen, Industrie und Freizeitbereiche miteinander. Wegen seiner Lage und seiner Verkehrsanbindung wird der Bezirk von der Stadtverwaltung häufig als eines der Tore von Perm bezeichnet. Hier befinden sich unter anderem der Bahnhof Perm II, der Bahnhof Perm-Sortirovochnaya und bedeutende Hafen und Verkehrsanlagen. Für Besucher ist der Bezirk deshalb nicht nur ein Durchgangsort, sondern ein interessanter Ausgangspunkt, um Perm und das westliche Uralgebiet zu entdecken.
Perm liegt im europäischen Teil Russlands am westlichen Rand des Uralgebirges. Die Stadt erstreckt sich über eine große Strecke entlang der Kama, einem der bedeutendsten Flüsse des europäischen Russlands. Der Dzerzhinsky Bezirk umfasst Bereiche auf beiden Seiten des Flusses. Zu den weiteren Gewässern des Bezirks gehören die Mulyanka und die Danilikha.
Die Lage an der Kama war für die Entwicklung Perms von entscheidender Bedeutung. Der Fluss stellte über Jahrhunderte eine wichtige Verkehrsverbindung dar und machte die Stadt zu einem bedeutenden Handels und Verkehrszentrum. Heute treffen hier Eisenbahn, Straßenverkehr, Binnenschifffahrt und städtischer Nahverkehr aufeinander. Gerade diese Mischung aus Wasser, Verkehr und Stadtentwicklung prägt das Gesicht des Dzerzhinsky Bezirks.
Die Geschichte der Stadt reicht wesentlich weiter zurück als die heutige Stadtstruktur. Eine Vorgängersiedlung am Fluss Yegoshikha wurde bereits im 17. Jahrhundert erwähnt. Der entscheidende Entwicklungsschritt erfolgte 1723 mit der Errichtung des Kupferhüttenwerks an der Yegoshikha. Der Bergbauingenieur Wassili Tatischtschew gilt traditionell als einer der Begründer der späteren Stadt Perm.
Im Jahr 1780 wurde Perm durch einen Erlass Katharinas II. zum Zentrum des neu geschaffenen Gouvernements Perm bestimmt. Die günstige Lage an der Kama und an wichtigen Verkehrswegen begünstigte anschließend Handel, Handwerk und Industrie. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Perm zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort des Urals. Die regelmäßige Dampfschifffahrt auf der Kama wurde 1846 aufgenommen, und 1878 erreichte die Eisenbahn Perm. Damit wurde die Stadt endgültig zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt zwischen dem europäischen Russland und dem Ural.
Auch der heutige Dzerzhinsky Bezirk wurde stark durch diese Entwicklung geprägt. Eisenbahn, Hafenanlagen und Industrie gehören bis heute zu den charakteristischen Elementen des Stadtteils. Gleichzeitig ist aus dem einst stark industriell geprägten Bereich ein vielseitiger Stadtbezirk mit Universitäten, Wohngebieten, Parks und touristisch interessanten Orten geworden.
Bei meinem Besuch in diesem Teil von Perm hat mich besonders der Kontrast zwischen der geschäftigen Stadt und der weiten Landschaft an der Kama beeindruckt. Gerade wenn man sich etwas Zeit nimmt und nicht nur auf die großen Straßen achtet, bekommt man einen guten Eindruck davon, wie eng Perm mit dem Fluss verbunden ist.
Eine moderne und wirtschaftlich wichtige Einrichtung des Stadtgebiets ist das Kongress und Ausstellungszentrum Perm Expo an der Kosmonavtov Chaussee 59. Die Anlage dient als Veranstaltungsort für Ausstellungen, Fachmessen, Foren, Kongresse, Konferenzen und verschiedene öffentliche Veranstaltungen. Damit ergänzt Perm Expo die historische und industrielle Bedeutung des Stadtteils um eine moderne Funktion als Messe und Veranstaltungsstandort.
Nach Angaben des Betreibers verfügt das Messezentrum über rund 9.900 Quadratmeter Ausstellungsfläche, neun Konferenzräume und Parkmöglichkeiten für rund 550 Fahrzeuge. Die Veranstaltungsfläche kann sowohl für Fachmessen als auch für größere Publikumsveranstaltungen genutzt werden. Der Standort ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und liegt verkehrsgünstig an einer der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt.
Auch im Jahr 2026 ist der Veranstaltungskalender von Perm Expo gut gefüllt. Für den 20. und 21. August 2026 sind Veranstaltungen angekündigt. Vom 22. bis 25. September 2026 ist die Ausstellung Metallbearbeitung und Metallurgie vorgesehen. Weitere Veranstaltungen sind für den 19. bis 22. November 2026 angekündigt. Die Termine können sich selbstverständlich ändern, weshalb sich vor einem Besuch ein Blick in den aktuellen Veranstaltungskalender empfiehlt.
Ich finde Perm Expo besonders interessant, weil man hier sehr schön beobachten kann, wie modern sich Perm inzwischen präsentiert. Zwischen den historischen Spuren der Industrie und den heutigen Messen und Veranstaltungen entsteht ein spannender Eindruck vom Wandel der Stadt.
Der Dzerzhinsky Bezirk ist kein klassisches Museumsviertel, besitzt aber mehrere interessante historische und städtebauliche Ziele. Zu den bemerkenswerten Orten gehört der Dzerzhinsky Square. Der Platz und seine Umgebung zählen zu den zentraleren Bereichen der Stadt und werden von Bewohnern ebenso wie von Besuchern genutzt. In der Nähe befinden sich gastronomische Angebote, Grünanlagen und weitere Einrichtungen des Stadtzentrums.
Besonders interessant ist auch das Uspensky Frauenkloster. Die Anlage gehört zu den bedeutenden historischen und religiösen Bauwerken des Bezirks. Die Stadtgeschichte hebt dabei auch die künstlerische Ausstattung hervor. Der Ikonostas der Hauptkirche wurde von Michail Nesterow gestaltet. An der Grabstätte der Brüder Kamenski befinden sich außerdem Majolika Arbeiten, die mit Nikolai Roerich in Verbindung gebracht werden. Dadurch besitzt das Kloster nicht nur religiöse, sondern auch kunstgeschichtliche Bedeutung.
Für Bahninteressierte ist der Bahnhof Perm II interessant. Der Bahnhof gehört zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten der Stadt und erinnert daran, wie stark die Entwicklung Perms mit dem Ausbau der Eisenbahn verbunden war. Die Eisenbahn machte Perm im späten 19. Jahrhundert zu einem wichtigen Bindeglied zwischen dem Ural und den westlichen Teilen Russlands.
Trotz seiner industriellen und verkehrlichen Bedeutung besitzt der Dzerzhinsky Bezirk auch überraschend viele Möglichkeiten für Erholung und Freizeit. Ein Beispiel ist der Kultur und Freizeitpark Balatovo, der sich über den Dzerzhinsky und den Industrialny Bezirk erstreckt. Der Park verbindet Grünflächen mit Spazierwegen, Freizeitangeboten und Einrichtungen für Familien und sportlich aktive Besucher.
Der Park ist besonders im Sommer interessant. Dann werden die Wege von Spaziergängern, Radfahrern und Familien genutzt. Veranstaltungen und Freizeitangebote sorgen zusätzlich für Leben. Auch im Winter kann die Umgebung ihren eigenen Reiz entwickeln, wenn Schnee und Frost die Landschaft in eine typische Ural Winterkulisse verwandeln.
Ein weiteres Beispiel für die grüne Seite Perms ist der Chernyaevsky Forest, der sich über Bereiche des Dzerzhinsky und Industrialny Bezirks erstreckt. Der Wald gilt als wichtige natürliche Erholungszone innerhalb der Stadt. Fichten, Tannen, Kiefern und Laubbäume vermitteln hier trotz der Nähe zur Großstadt das Gefühl, bereits ein Stück außerhalb des urbanen Raumes zu sein.
Der Frühling beginnt in Perm vergleichsweise spät. Nach einem langen Winter taut der Schnee meist erst nach und nach ab und die Temperaturen steigen langsam an. April ist mit einem langjährigen Mittel von rund 3,8 Grad Celsius noch kühl. Im Mai werden durchschnittlich etwa 11,5 Grad erreicht.
Für Besucher ist der späte Frühling eine interessante Übergangszeit. Die Parks werden wieder grün, Wege und Plätze füllen sich langsam und die Kama beginnt nach der winterlichen Ruhe wieder stärker das Stadtbild zu bestimmen. Gleichzeitig sollte man mit wechselhaftem Wetter und kühlen Tagen rechnen.
Der Sommer ist die angenehmste Jahreszeit für ausgedehnte Spaziergänge und Erkundungen im Freien. Der Juli ist mit einer langjährigen mittleren Temperatur von etwa 18,7 Grad Celsius der wärmste Monat. Im Juni liegen die Mittelwerte bei rund 16,1 Grad, im August bei etwa 15,9 Grad.
Der Sommer eignet sich besonders für einen Besuch der Parks, für Spaziergänge entlang der Kama und für die Erkundung der verschiedenen Stadtviertel. Auch Veranstaltungen in Perm Expo können sich gut mit einem Stadtbesuch verbinden lassen. Wer die Stadt nicht nur aus dem Zentrum kennenlernen möchte, kann vom Dzerzhinsky Bezirk aus verschiedene Bereiche Perms entdecken.
Im September zeigt sich Perm häufig noch von seiner angenehmen Seite. Die mittlere Temperatur liegt nach den langjährigen Klimadaten bei etwa 10,3 Grad Celsius. Im Oktober sinkt sie bereits auf ungefähr 3,3 Grad. Gleichzeitig verändert sich das Erscheinungsbild der Parks deutlich. Das Laub der Bäume sorgt für intensive Herbstfarben, bevor im November mit durchschnittlich etwa minus 5 Grad der Winter näher rückt.
Der Herbst ist eine gute Zeit für kulturelle und geschichtliche Unternehmungen. Ausstellungen, Museen, Kirchen und Veranstaltungen bieten bei wechselhaftem Wetter interessante Alternativen zu langen Spaziergängen.
Der Winter gehört unverwechselbar zum Charakter Perms. Januar erreicht eine langjährige mittlere Temperatur von ungefähr minus 12,3 Grad Celsius, Februar liegt bei etwa minus 11,1 Grad. Auch im Dezember beträgt der langjährige Mittelwert rund minus 10,5 Grad. Schnee und Eis gehören deshalb zum normalen Stadtbild.
Für Besucher bedeutet das allerdings nicht, dass Perm im Winter uninteressant wäre. Im Gegenteil: Die verschneiten Straßen, Parks und Flussufer vermitteln einen sehr eigenen Eindruck von der Stadt. Warme Kleidung und gutes Schuhwerk sind bei winterlichen Erkundungen jedoch unverzichtbar.
Perm besitzt ein deutlich kontinental geprägtes Klima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter. Die langjährigen Klimamittel zeigen eine Jahresamplitude von mehr als 30 Grad zwischen dem kältesten und dem wärmsten Monatsmittel.
Niederschlag fällt über das gesamte Jahr. Besonders feucht sind Juni, Juli und August. Für Juni werden im langjährigen Mittel rund 87 Millimeter, für Juli etwa 72,6 Millimeter und für August rund 83,6 Millimeter angegeben. Die tatsächlichen Wetterbedingungen können natürlich erheblich von diesen Mittelwerten abweichen. Wer eine Webcam aus Perm beobachtet, bekommt deshalb gerade bei wechselnden Jahreszeiten einen interessanten Eindruck vom aktuellen Wettergeschehen.
Vom Dzerzhinsky Bezirk aus lassen sich zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten von Perm erreichen. Besonders interessant ist die historische Innenstadt mit der Kama Uferpromenade, dem Flussbahnhof, dem Haus Meschkow und verschiedenen historischen Gebäuden. Die touristische Route Green Line verbindet zahlreiche Sehenswürdigkeiten auf einem Spaziergang durch das Stadtzentrum.
Zu den bekannten Symbolen Perms gehört die Skulptur Permyak the Salty Ears. Sie erinnert auf humorvolle Weise an die lange Salzgeschichte der Region. Der Beiname der Bewohner Perms, Permyak mit den salzigen Ohren, wird traditionell mit den Salzarbeitern verbunden, die schwere Säcke mit Salz trugen und dadurch mit Salzstaub und Salzrückständen in Berührung kamen. Die moderne Skulptur greift diese regionale Geschichte mit einem Augenzwinkern auf.
Einen ganz anderen historischen Schwerpunkt bietet der benachbarte Motovilikhinsky Bezirk. Dort erinnern unter anderem das Slavyanov Hausmuseum und historische Anlagen an die industrielle Entwicklung des Urals. Die Geschichte der Motovilikha Werke reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück. Besonders im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Region zu einem bedeutenden Zentrum der Metallverarbeitung und Rüstungsindustrie.
Auch der Gorky Park ist von Interesse. Der historische Park gehört zu den bekanntesten Erholungsgebieten Perms und verbindet Grünanlagen mit Freizeitangeboten. Im Sommer stehen Spaziergänge und Fahrgeschäfte im Mittelpunkt, während die winterliche Stadtlandschaft einen ganz anderen Charakter vermittelt.
Was den Dzerzhinsky City District besonders interessant macht, ist sein scheinbarer Gegensatz. Auf der einen Seite befinden sich Eisenbahn, Hafen, große Verkehrsachsen, Industrie und ein modernes Messezentrum. Auf der anderen Seite liegen Parks, Grünflächen, die Kama und historische Gebäude. Genau diese Mischung erzählt viel über Perm selbst.
Perm war nie ausschließlich Industriestadt. Die Lage am Fluss machte sie zum Handelsplatz, die Eisenbahn machte sie zum Verkehrsknotenpunkt und die Entwicklung von Bildung und Kultur verlieh ihr zusätzliche Bedeutung. Heute kommen moderne Wirtschaft, Wissenschaft, Veranstaltungen, Freizeit und Tourismus zusammen.
Wer Perm besucht, sollte sich ruhig auf die Eigenheiten der Region einlassen. Der Ausdruck Permyak mit den salzigen Ohren ist dafür ein schönes Beispiel. Aus einer Erinnerung an die harte Arbeit der Salzgewinnung wurde ein humorvolles Symbol für die Stadt. Solche kleinen Geschichten machen eine Reise oft interessanter als eine reine Aufzählung von Sehenswürdigkeiten.
Was mir an Perm besonders gefallen hat, ist die Mischung aus rauer Ural Atmosphäre und überraschend viel Grün. Wenn man zwischen den großen Straßen, Parks und historischen Gebäuden unterwegs ist, merkt man schnell, dass Perm weit mehr ist als ein Industriezentrum.
Wer Perm besucht, sollte diesen Bezirk deshalb nicht lediglich als Verkehrsknotenpunkt betrachten. Gerade hier lässt sich nachvollziehen, wie sich Perm von einer Industriestadt am Fluss zu einem modernen Zentrum des Urals entwickelt hat. Für Webcam Besucher kommt noch ein weiterer Reiz hinzu: Der Bezirk verändert sein Gesicht mit jeder Jahreszeit und bietet dadurch zu jeder Zeit einen anderen Blick auf das Leben in Perm.

Ubud liegt im zentralen Hochland der indonesischen Insel Bali im Regierungsbezirk Gianyar und gilt als eines der wichtigsten Kultur- und Tourismuszentren der Insel. Anders als die bekannten Badeorte im Süden wird das Stadtbild von Ubud nicht vom Meer, sondern von Reisfeldern, tropischen Wäldern, Flusstälern, Tempeln, Kunstgalerien und traditionellen Handwerksbetrieben geprägt. Die Stadt liegt auf etwa 200 bis 300 Metern Höhe und ist von einer Landschaft umgeben, die Bali besonders eindrucksvoll von seiner grünen und kulturellen Seite zeigt.
Der Name Ubud wird allgemein auf das balinesische Wort Ubad zurückgeführt, das Medizin oder Heilmittel bedeutet. Die Bezeichnung soll mit den früher zahlreichen Heilpflanzen und Kräutern der Gegend zusammenhängen. Aus einem kleinen ländlichen Siedlungsgebiet entwickelte sich über Jahrhunderte ein bedeutender Fürstenort und schließlich ein international bekanntes Reiseziel. Heute verbindet Ubud balinesische Tradition mit moderner Gastronomie, Wellness, Kunst, Yoga und einem vielfältigen Kulturangebot.
Ubud befindet sich etwa 30 Kilometer nordöstlich von Denpasar im Inselinneren. Die Landschaft ist von tief eingeschnittenen Flusstälern, tropischer Vegetation und landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägt. Besonders charakteristisch sind die Reisfelder und Reisterrassen, deren Bewässerung über das traditionelle Subak-System erfolgt.
Das Subak-System ist weit mehr als eine technische Form der Bewässerung. Es verbindet Landwirtschaft, Dorfgemeinschaft und religiöses Leben miteinander. Kanäle und Wasserläufe verteilen das Wasser von Quellen und Flüssen auf die Reisfelder, während Wassertempel eine wichtige religiöse und organisatorische Rolle spielen. Die kulturelle Landschaft Balis mit ihren Reisterrassen und Wassertempeln wurde 2012 von der UNESCO als Weltkulturerbe aufgenommen. Das gesamte geschützte Kulturlandschaftsgebiet umfasst rund 19.520 Hektar.
Gerade rund um Ubud lässt sich gut erkennen, wie eng Natur, Landwirtschaft und Religion auf Bali miteinander verbunden sind. Die Landschaft ist deshalb nicht einfach nur eine schöne Kulisse für Besucher, sondern Bestandteil einer bis heute lebendigen Kultur.
Die Geschichte Ubuds reicht weit zurück. Eine bekannte balinesische Überlieferung erzählt von dem hinduistischen Priester Rsi Markandya, der im Bereich des heutigen Campuhan meditierte. An der Zusammenkunft der Flüsse wurde der Ort als besonders kraftvoll und heilig angesehen. Mit dieser Überlieferung wird auch die Entstehung des Pura Gunung Lebah in Verbindung gebracht.
Die Region war später Teil der wechselvollen Geschichte der balinesischen Königreiche. Besonders die Herrscherfamilie von Sukawati prägte die Entwicklung Ubuds. Im 18. und 19. Jahrhundert entstanden mehrere Fürstenhäuser, und Ubud gewann zunehmend politische Bedeutung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Ubud unter Cokorda Gede Sukawati zu einem einflussreichen Fürstensitz innerhalb der politischen Landschaft von Gianyar.
Das heutige Ubud Palace, Puri Saren Agung, erinnert noch immer an diese Zeit. Das traditionelle Palastgelände war Residenz der königlichen Familie und wurde zu einem wichtigen Mittelpunkt für Tanz, Musik, Malerei, Bildhauerei und andere Formen balinesischer Kunst. Die enge Verbindung zwischen Adel, Religion und Kunst hat wesentlich dazu beigetragen, dass Ubud bis heute als kulturelles Zentrum Balis wahrgenommen wird.
Eine besondere Entwicklung nahm Ubud im 20. Jahrhundert. Europäische Künstler und Kunstliebhaber entdeckten den Ort und seine außergewöhnliche Verbindung von Landschaft, Religion und Kunst. Besonders der deutsche Künstler Walter Spies spielte in den 1930er Jahren eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit anderen Künstlern und der lokalen Kunstwelt entstand eine neue künstlerische Dynamik.
1936 wurde die Künstlervereinigung Pita Maha gegründet. Sie förderte balinesische Künstler und trug dazu bei, traditionelle Motive mit neuen Formen der Malerei zu verbinden. Ubud wurde dadurch weit über Bali hinaus als Künstlerort bekannt. Diese Entwicklung wirkt bis heute nach: Galerien, Ateliers, Kunstmuseen, Holzschnitzereien, traditionelle Tänze und Musik gehören ganz selbstverständlich zum Stadtbild.
Was mir an Ubud besonders gefallen hat, war die Selbstverständlichkeit, mit der Kunst und Alltag miteinander verbunden sind. Zwischen Geschäften, kleinen Cafés und Tempelanlagen findet man immer wieder Skulpturen, Bilder und kunstvoll gestaltete Häuser. Dadurch wirkt Ubud nicht wie ein gewöhnliches Freilichtmuseum, sondern wie ein Ort, an dem Kunst tatsächlich zum täglichen Leben gehört.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehört der Sacred Monkey Forest Sanctuary. Das rund 12,5 Hektar große Waldgebiet liegt mitten in Ubud und beherbergt nach Angaben des Betreibers mehr als 1.260 Langschwanzmakaken. Gleichzeitig ist das Gelände ein religiös bedeutender Ort mit mehreren Tempeln. Die Affen bewegen sich dort in einer weitgehend natürlichen Umgebung und sind keineswegs Haustiere. Besucher sollten deshalb Abstand halten und die örtlichen Verhaltensregeln beachten.
Im Zentrum liegt außerdem der Ubud Palace, Puri Saren Agung. Die traditionelle Palastanlage ist eines der bekanntesten historischen Bauwerke der Stadt. In der Umgebung befindet sich der Ubud Art Market, auf dem Kunsthandwerk, Textilien, Dekorationen und Souvenirs angeboten werden.
Ein weiterer beliebter Spazierweg ist der Campuhan Ridge Walk. Der Weg führt über einen grünen Höhenrücken zwischen Flusstälern und bietet einen schönen Kontrast zum geschäftigen Zentrum. Besonders am frühen Morgen oder gegen Abend zeigt sich die Landschaft von ihrer ruhigen Seite.
Interessant ist auch das Saraswati Temple mit seinem charakteristischen Wasserbecken und den Lotusblüten. Der Tempel ist der hinduistischen Göttin Saraswati gewidmet, die unter anderem mit Wissen, Kunst und Bildung verbunden wird.
Nur wenige Kilometer südöstlich von Ubud liegt Goa Gajah, die sogenannte Elefantenhöhle. Die archäologische Anlage gehört zu den bedeutenden historischen Sehenswürdigkeiten der Region. Besucher sehen dort unter anderem eine in den Fels gearbeitete Höhle, steinerne Reliefs und eine historische Badeanlage. Die genaue ursprüngliche Funktion der Anlage ist nicht in allen Einzelheiten geklärt, weshalb sich bei Goa Gajah Geschichte, Religion und archäologische Forschung besonders interessant miteinander verbinden.
Ebenfalls in der Umgebung liegt das Gebiet von Tampaksiring. Dort befindet sich der bedeutende Wassertempel Tirta Empul mit seinen heiligen Quellen. Das Wasser spielt bei traditionellen Reinigungszeremonien eine zentrale Rolle. Wer an einer religiösen Zeremonie teilnimmt, sollte sich vorher über die örtlichen Regeln informieren und Tempel stets mit angemessener Kleidung betreten.
Sehenswert ist außerdem Gunung Kawi, eine historische Anlage mit monumentalen, aus einer Felswand herausgearbeiteten Schreinen. Die Anlage liegt in einem grünen Tal am Pakerisan-Fluss und vermittelt einen guten Eindruck davon, wie eng die historische Kultur Balis mit der Landschaft verbunden ist.
Nördlich von Ubud liegen die bekannten Reisterrassen von Tegallalang. Die terrassierten Felder gehören zu den meistfotografierten Landschaften der Region. Ihre eigentliche Bedeutung geht jedoch weit über die schöne Aussicht hinaus. Die Felder sind Teil der traditionellen balinesischen Landwirtschaft und werden über das Subak-System bewässert.
Wer Wasserfälle mag, findet rund um Ubud ebenfalls zahlreiche Ausflugsziele. Der Kanto Lampo Waterfall liegt bei Gianyar und ist durch seine über Felsen laufenden Wasserstufen besonders fotogen. Auch der Tegenungan Waterfall südlich von Ubud ist ein beliebtes Ziel. Die tropische Vegetation und die Flusstäler zeigen hier eine völlig andere Seite der Landschaft.
Für sportlichere Besucher bieten sich Wanderungen, Fahrradtouren und Rafting auf dem Ayung River an. Auch ein Ausflug zum Vulkan Mount Batur gehört zu den beliebten Unternehmungen ab Ubud. Besonders bekannt sind die frühen Sonnenaufgangstouren auf den 1.717 Meter hohen Vulkan.
Ein Spaziergang durch die Reisfelder rund um Ubud gehört für mich zu den Momenten, die man nicht so schnell vergisst. Abseits der Straßen ist plötzlich nur noch das Rascheln der Pflanzen, das Wasser in den Bewässerungsgräben und das Zwitschern der Vögel zu hören. Gerade dieser Gegensatz zum lebhaften Zentrum macht den besonderen Reiz der Umgebung aus.
Ubud kann grundsätzlich das ganze Jahr über besucht werden. Das Klima ist tropisch warm und feucht. Die Temperaturen liegen tagsüber meist im Bereich von etwa 27 bis 32 Grad Celsius, während die Nächte aufgrund der Höhenlage häufig etwas angenehmer sind. Die Luftfeuchtigkeit bleibt jedoch ganzjährig relativ hoch.
Die trockenere Zeit liegt ungefähr zwischen Mai und Oktober. Besonders Juni bis September gelten als günstige Monate für Wanderungen, Spaziergänge durch die Reisfelder und Ausflüge zu Tempeln und Wasserfällen. Juli und August gehören traditionell zu den trockeneren Monaten. Auch für einen Besuch des Monkey Forest oder einen frühen Ausflug nach Tegallalang sind diese Monate angenehm.
Von November bis März fällt im Allgemeinen deutlich mehr Regen. Die Schauer können kräftig sein, treten aber häufig nicht den ganzen Tag auf. Gerade während der Regenzeit zeigt sich die Landschaft rund um Ubud besonders sattgrün. Wasserfälle führen dann oft mehr Wasser und die Reisfelder wirken besonders üppig. Für Fotografen kann die wechselhafte Witterung mit dramatischen Wolken und weichem Licht sogar ein Vorteil sein.
April und Oktober bilden häufig eine Art Übergangszeit. Das Wetter kann sehr unterschiedlich ausfallen. Wer flexibel ist, findet deshalb auch außerhalb der klassischen Trockenzeit gute Bedingungen für eine Reise nach Ubud.
Eine Reise nach Ubud kann während religiöser Feiertage besonders eindrucksvoll sein. Gleichzeitig sollte man berücksichtigen, dass solche Tage den normalen Reiseablauf verändern können. Am balinesischen Feiertag Nyepi steht beispielsweise die völlige Ruhe im Mittelpunkt. Straßen, Geschäfte und touristische Aktivitäten kommen auf der gesamten Insel weitgehend zum Stillstand. 2026 fiel Nyepi auf den 19. März.
Solche Tage machen deutlich, dass Bali trotz seiner internationalen Bedeutung nicht nur eine Urlaubsinsel, sondern eine lebendige Kulturlandschaft ist. Für Besucher ist Respekt gegenüber religiösen Zeremonien und örtlichen Traditionen besonders wichtig.
Was ich an Ubud besonders mag, ist der Wechsel zwischen geschäftigem Treiben und überraschend stillen Momenten. Noch am Nachmittag kann es auf den Straßen lebhaft sein, und wenige Minuten später steht man an einem kleinen Tempel oder zwischen Reisfeldern und erlebt eine beinahe völlige Ruhe. Genau diese Gegensätze machen Ubud für mich so interessant.
Der Tourismus ist heute einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Ubuds. Hotels, Gästehäuser, Restaurants, Cafés, Galerien, Wellnessangebote, Yoga-Zentren, Reiseveranstalter und lokale Handwerksbetriebe profitieren von den Besuchern. Gleichzeitig ist Ubud ein wichtiger Ausgangspunkt für Ausflüge in das zentrale Bali und zu zahlreichen Tempeln, Reisterrassen, Flusstälern und Vulkanlandschaften.
Das starke Wachstum des Tourismus bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Verkehr, zunehmende Bebauung und der Druck auf landwirtschaftliche Flächen gehören zu den Themen, die Bali und insbesondere stark besuchte Regionen beschäftigen. Die UNESCO weist beim Kulturlandschaftsgebiet ausdrücklich auf den zunehmenden touristischen Druck und die Gefährdung der traditionellen Reislandschaften hin. Nachhaltiger Tourismus ist deshalb auch rund um Ubud von großer Bedeutung.
Für ausländische Besucher gilt auf Bali weiterhin eine Touristenabgabe von 150.000 indonesischen Rupiah pro Person. Sie wurde 2024 eingeführt und dient laut der balinesischen Provinzregierung unter anderem dem Schutz der balinesischen Kultur und der natürlichen Umwelt. Die Zahlung erfolgt über das Love Bali System.
Eine Vorstellung, die gut zu Ubud passt, ist Tri Hita Karana. Der Begriff beschreibt das Streben nach Harmonie zwischen Mensch, Natur und der spirituellen Welt. Dieses Prinzip lässt sich in Ubud an vielen Stellen beobachten: im Umgang mit Wasser, in der Pflege der Tempel, in den Reisfeldern und in den täglichen religiösen Zeremonien.
Auch der balinesische Ausdruck Om Swastiastu begegnet Besuchern häufig. Er wird als traditionelle Begrüßung verwendet und steht sinngemäß für einen Wunsch nach Wohlergehen und Frieden. Wer Bali bereist, wird schnell merken, dass solche Begrüßungen und Gesten einen wichtigen Teil der lokalen Kultur ausmachen.
Für eine Webcam ist Ubud ein besonders interessantes Motiv. Innerhalb weniger Minuten können sich völlig unterschiedliche Eindrücke ergeben: tropische Wolken über den Reisfeldern, Sonnenschein zwischen den Palmen, dichter Regen über den grünen Hügeln oder geschäftiges Treiben auf den Straßen. Auch die Veränderungen zwischen Trockenzeit und Regenzeit lassen sich über eine Webcam eindrucksvoll beobachten.
Ubud verbindet damit vieles, was Bali für Reisende so faszinierend macht: tropische Landschaft, Reisfelder, hinduistische Tempel, Kunst, Geschichte, traditionelle Handwerkskunst und eine bis heute lebendige Kultur. Wer nicht nur Strand und Meer erleben möchte, findet hier eine der abwechslungsreichsten Regionen der Insel.